Geschichte

2012_08_12_Nola_Gueltsteiner_Tor_Agneta_Sommerborstel_Einsender_Ilse_MuellerBis zum II. Weltkrieg beschränkte sich die Verbreitung und Zucht des Hovawarts auf Deutschland. Erst Anfang der 50er Jahre wurden Kynologen in anderen europäischen Ländern auf diese Rasse aufmerksam. Insbesondere in den Niederlanden und der Schweiz vergrößerte sich die Schar der Hovawart-Liebhaber sehr schnell.

Schon 1958 ermutigte der damalige 1. Vorsitzende des Rassezuchtverein für Hovawart-Hunde (RZV) Dr. Fritz Bengeforth die Niederländischen und Schweizer Hovawart-Besitzer zur Gründung eines eigenen Vereins mit dem Ziel der besseren Zusammenarbeit zwischen dem Ursprungsland der Rasse und den Züchtern im Ausland. 1959 wurde dann der Niederländische Hovawart-Verein und 1960 der Schweizer Hovawart-Verein gegründet.

In den 70er Jahren folgten diesen Vereinsgründungen alle skandinavischen Länder mit der Gründung eigener Hovawart-Vereine.
Die Österreichischen Hovawart-Besitzer waren zu Anfang im Verein für große Hunderassen und Hütehunde organisiert bis sie 1971 einen eigenen Club gründeten. In den 80er Jahren kamen noch Vereinsgründungen in England, Frankreich und den USA dazu, in den 90er Jahren in Belgien und den osteuropäischen Ländern wie Tschechien, Slowakei und Ungarn.

Bei der engen Zusammenarbeit mit den ausländischen Zuchtvereinen und Züchtern lag der Gedanke an den Zusammenschluss aller Hovawart-Zuchtvereine für die Verantwortlichen im RZV schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt nahe. Der erste konkrete Versuch wurde im August 1974 in Oberursel im Taunus von Karl-Heinz Homburg unternommen. Er war der damalige 2. Vorsitzende im RZV-Gesamt­vorstand und für Auslandskontakte zuständig. Die Teilnehmer dieses Treffens kamen aus den Niederlanden, der Schweiz, Osterreich, Schweden und Deutschland.

Nach diesem ersten Kontaktgespräch beschloss man, sich in Zukunft weiter regelmäßig treffen zu wollen. Das nächste Treffen war für 1975 in der Schweiz vereinbart worden, verbunden mit einer Ausstellung unter dem Thema „Hovawart Europa". Dieses Treffen fand dann aber nicht statt.

Auch der zweite Versuch, der 1981 anlässlich der Welthundeausstellung in Dortmund unter der Teilnahme von den Niederlanden, Dänemark, Osterreich und Deutschland gemacht wurde, brachte noch kein konkretes Ergebnis für einen Zusammenschluss.

2012_07_04_Cretel_Tuefelsland_Einsender_Carmen_Straub_Zuechter_Anja_LoefflerIm Juni 1983 organisierte der Zuchtleiter des RZV Gisbert Langheim ein drittes Treffen in Straelen am Niederrhein. Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden des RZV Gunter Mendl, einigten sich die anwesenden bzw. vertretenen Länder auf die Gründung der „Internationalen Hovawart-Föderation" (abgekürzt IHF) in der FCI.

Die Gründungsteilnehmer waren: die Niederlande, die Schweiz, Dänemark, Osterreich, Schweden und Deutschland.
Die Vollmacht für die Zustimmung zu einem Zusammenschluss für Finnland hatte Schweden und für Norwegen hatte sie Dänemark, so dass insgesamt 8 Länder vertreten waren.

Es wurde eine Geschäftsordnung beschlossen eine jährliche Sitzung in wechselnden Mitgliedsländern Diese Sitzungen sollten mit einer Ausstellung verbunden sein.

Der Präsident des RZV ist gleichzeitig Präsident der IHF, der Hauptgeschäftsführer des RZV leitet das Sekretariat der IHF. Sein Wohnsitz ist auch Sitz der IHF. Die zwei Vizepräsidenten werden im „2-Jahres-Turnus“ gewählt. Jedes Mitgliedsland ist mit einer Stimme vertreten.

In den Folgejahren wurde die Geschäftsordnung ständig ergänzt und verbessert.

Unter Leitung des RZV-Zuchtleiters Gisbert Langheim wurde ein IHF-Zuchtausschuss mit einer eigenständigen Tagung gebildet.

2013_05_13_Anni_Langhagensee_Birgit_Ilgner_Fotograf_Christian_Ilgner1990 wurde die Position einer Präsidiumsassistentin geschaffen, in die Elisabeth Dietschi gewählt wurde. Seitdem sind über diese Stelle eine Vielzahl zuchtrelevanter Daten zwischen den Mitgliedsländern ausgetauscht und das Wissen über den Hovawart durch den besonderen Einsatz der Präsidiumsassistentin in allen Ländern verbreitet und vertieft worden.

Die Organisation des „North-American Hovawart-Club" brach nach einigen Jahren zusammen und der Schweizerische Hovawart-Club trat 1995 aus der IHF aus.